Baden-Württemberg fördert Ausbau von Primärversorgungszentren mit 10 Millionen Euro

11. März 2022
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Als erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen sollen künftig neben der Hausarztpraxis auch Primärversorgungszentren eine wichtige Rolle spielen. Für deren Ausbau stellt das Gesundheitsministerium weitere 10 Millionen Euro zur Verfügung.

In der Regel wenden sich Patientinnen und Patienten bei gesundheitlichen Problemen zunächst an die Hausärztinnen und Hausärzte. In Zukunft sollen beim Erstkontakt jedoch auch sogenannte „Primärversorgungszentren“ eine wichtige Rolle spielen. Hier arbeiten unterschiedlichste Gesundheitsberufe eng zusammen und bieten Bürgerinnen und Bürgern eine umfassende Betreuung. Sie entlasten dadurch die Krankenhäuser und sichern die Gesundheitsversorgung gerade in ländlichen Regionen. Für den Ausbau von Primärversorgungszentren stellt das Sozial- und Gesundheitsministerium deshalb weitere 10 Millionen Euro für die Stadt- und Landkreise zur Verfügung.

Neues Förderprogramm mit deutlich höherem Volumen

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir unsere Gesundheitsversorgung grundlegend weiterentwickeln und zukunftsfest aufstellen müssen“, sagte Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha am Montag (7. März) in Stuttgart. „Primärversorgungszentren bieten neben einer Erstberatung und medizinischer Grundversorgung auch präventive, gesundheitsfördernde, kurative, pflegerische, rehabilitative oder palliative Angebote. Unser Ziel ist es, dass jede und jeder künftig möglichst nah am Wohnort ein passendes Angebot finden kann. Verschiedene Gesundheitsberufe sollen zudem noch enger zusammenarbeiten. Die zehn Millionen Euro, die wir jetzt zur Verfügung stellen, sind nochmal ein deutlicher Zuschlag im Vergleich zu den bisherigen Förderaufrufen. Ich bin deshalb sehr froh, dass uns dieses Förderprogramm gelungen ist und freue mich auf die Anträge der Stadt- und Landkreise.“

Bereits in den Jahren 2019 und 2020 hat das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration zwei Förderaufrufe veröffentlicht. Da die bisherigen Förderaufrufe mit großem Interesse aufgenommen wurden und sich die daraus entstandenen Projekte etabliert haben, wird nun ein erneuter Aufruf mit einem deutlich höheren Fördervolumen veröffentlicht. Die Ergebnisse der Projekte sollen neue Erkenntnisse liefern, wie Primärversorgungszentren und -netzwerke zukünftig in Baden-Württemberg flächendeckend aufgebaut werden können.

Was sind Primärversorgungszentren?

Primärversorgungszentren sind eine leicht zugängliche Anlaufstelle für alle Menschen mit gesundheitlichen Anliegen und Problemen. Sie sollten, einem gemeindenahen und quartiersbezogenen Ansatz folgend, gut in die örtlichen Strukturen eingebunden sein. Es arbeiten dort nicht nur Ärztinnen und Ärzte, sondern auch Fachkräfte aus vielen anderen Gesundheitsberufen im Team zusammen. Das ermöglicht eine kontinuierliche Behandlung mit längeren Öffnungszeiten und vermeidet Wartezeiten und Doppeluntersuchungen. Durch die Arbeit im Team ergeben sich für die Ärztinnen und Ärzte und die Fachkräfte aus den anderen Gesundheitsberufen viele Vorteile und es werden gleichzeitig attraktive Arbeitsbedingungen geschaffen.

Quelle:

sozialministerium.baden-wuerttemberg.de


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