Baden-Württemberg investiert in cloudbasierte Plattform für sichere Gesundheitsdaten
Baden-Württemberg will mit der cloudbasierten Plattform MEDI:CUS klinische Versorgung vernetzen, Datenschutz sichern und IT-Silos aufbrechen. Das Projekt steht exemplarisch für den digitalen Aufbruch im Gesundheitswesen, strategisch unterstützt von vier Ministerien, technisch anspruchsvoll und politisch klar verankert.
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Mit dem Projekt MEDI:CUS setzt Baden-Württemberg ein starkes Zeichen für eine zukunftsfähige Gesundheitsinfrastruktur. Ziel ist der Aufbau einer sicheren, modularen und datenschutzkonformen Cloud-Plattform, die den Zugang zu medizinischen Fachanwendungen systematisch vereinheitlicht. Der Fokus liegt zunächst auf der klinischen Versorgung. Gleichzeitig soll das medizinische Fachpersonal durch standardisierte digitale Dienste entlastet werden. MEDI:CUS steht für „Medizindaten-Infrastruktur: cloudbasiert, universell, sicher“ und soll helfen, fragmentierte IT-Systeme im Gesundheitswesen besser zu verzahnen.
Finanziert wird das Projekt im Rahmen des „Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg“, einem seit 2018 bestehenden Strategiedialog, der rund 600 Expert:innen aus Forschung, Versorgung und Industrie miteinander vernetzt. Das Projekt gehört zur dritten Förderrunde des Programms. Insgesamt werden drei Vorhaben mit 24,2 Millionen Euro unterstützt. Die Verantwortung für MEDI:CUS liegt beim Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, unterstützt durch drei weitere Ministerien: Gesundheit, Wissenschaft sowie Wirtschaft.
Technisch soll MEDI:CUS mit bestehenden Strukturen wie der Telematikinfrastruktur kompatibel sein. Der Aufbau folgt einem modularen Konzept, das Skalierbarkeit und Interoperabilität in den Mittelpunkt stellt. Die Landesregierung verfolgt damit das Ziel, sowohl die Behandlungsqualität zu steigern als auch den digitalen Reifegrad der Krankenhäuser zu erhöhen. Das Projekt versteht sich als Baustein für eine patientenzentrierte, datenbasierte Versorgungslandschaft in Baden-Württemberg.
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