Baden-Württemberg plant tiefgreifende Reform der Krankenhauslandschaft
Baden-Württemberg will seine Krankenhauslandschaft umfassend modernisieren und effizienter gestalten, indem es auf eine kleinteiligere Planung nach medizinischen Leistungsgruppen setzt. Ziel ist es, überschüssige Kapazitäten abzubauen, die Versorgung sektorenübergreifend zu stärken und wirtschaftliche Risiken zu minimieren, wobei das Gutachten deutliche regionale Unterschiede und Optimierungspotenziale aufzeigt.
- Politik
Baden-Württemberg steht vor einem tiefgreifenden Umbau seiner Krankenhauslandschaft. Basierend auf einem neuen Gutachten soll die Versorgungsstruktur des Landes in sechs Regionen neu geplant und auf medizinische Leistungsgruppen fokussiert werden. Ziel ist es, die Qualität der Versorgung zu verbessern und gleichzeitig überschüssige Kapazitäten abzubauen, da die Fallzahlen seit 2019 deutlich gesunken sind. Bis 2035 wird mit einem weiteren Rückgang der Krankenhausfälle um zwölf Prozent und einem Abbau von 8.800 Betten gerechnet – ohne Auswirkungen auf die Patientenversorgung. Besonders herausfordernd ist die hohe wirtschaftliche Belastung: 40 Prozent der öffentlich-rechtlichen Krankenhäuser des Landes gelten als insolvenzgefährdet. Mit den geplanten Strukturveränderungen und gezielten Investitionen will das Land die Krankenhauslandschaft nachhaltig stärken und die Bundesvorgaben der Krankenhausreform umsetzen…
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