Baden-Württemberg setzt auf Zentralisierung und Ambulantisierung

Baden-Württemberg überarbeitet seine Krankenhausplanung und plant, tausende Betten abzubauen, um die Effizienz zu steigern. Die Konzentration auf Leistungsgruppen und die Ambulantisierung sollen die stationäre Versorgung optimieren. Klinikvertreter kritisieren starre Vorgaben und fordern finanzielle Soforthilfen.

21. Februar 2025
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Baden-Württemberg stellt seine Krankenhauslandschaft neu auf. Das Land will die Bettenauslastung von 70 % auf 85 % steigern und prüft den Abbau von bis zu 8.800 Betten. Grundlage ist ein Gutachten, das eine effiziente Neuausrichtung durch Zentralisierung und Ambulantisierung empfiehlt.

Der Krankenhausplan basiert künftig auf 65 Leistungsgruppen und erfolgt auf drei Ebenen: hochkomplexe Behandlungen auf Landesebene, Fachleistungen in sechs Versorgungsregionen und Basisversorgung in den Landkreisen.

Klinikverbände kritisieren die Planung als zu starr und sehen kleine Krankenhäuser benachteiligt. Besonders die fehlende Flexibilität in der sektorübergreifenden Versorgung wird bemängelt. Zudem droht die Reform an der finanziellen Realität zu scheitern: Viele Kliniken verzeichneten 2024 Rekorddefizite, und ohne kurzfristige Finanzhilfen könnten Insolvenzen und Schließungen die Planung hinfällig machen. Die Forderung der Klinikvertreter: ein bundesweites Sonderförderprogramm in Milliardenhöhe…

Quelle:

daskrankenhaus.de


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