Baden-Württemberg stellt 5,2 Millionen Euro für Krisenübungen an Krankenhäusern bereit

Krankenhäuser in Baden-Württemberg sollen den Ernstfall üben. Das Land stellt dafür 5,2 Millionen Euro bereit, um Krisenszenarien bis Ende 2028 praktisch zu erproben…

30. September 2026
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Baden-Württemberg stellt rund 5,2 Millionen Euro bereit, damit Stadt- und Landkreise gemeinsam mit ihren Traumakliniken Krisensituationen praktisch üben können. Bis Ende 2027 soll eine erste, bis Ende Oktober 2028 eine zweite Übung je Kreis stattfinden.

Ministerpräsident Cem Özdemir und Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand stellten die Maßnahme am 29. September nach der Ministerratssitzung in Stuttgart vor. Grundlage ist der bereits im Oktober 2025 veröffentlichte „Rahmenplan zur Krankenhausalarm- und Einsatzplanung Baden-Württemberg“.

Die Übungen folgen einem All-Gefahren-Ansatz und umfassen Szenarien wie Massenanfall von Verletzten, IT-Ausfall, Stromausfall und Hitzewelle. Geprüft werden medizinische, organisatorische, technische und kommunikative Abläufe. Die Gesundheitsämter werden verbindlich in Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation eingebunden.

Nach der Kabinettszustimmung erhalten die Kreise per Erlass ihre individuelle Fördermittelhöhe. Das Land stellt zusätzlich Leitfäden, Szenarienbeschreibungen und Checklisten zur Verfügung.

Die Förderung ist Teil eines breiteren Maßnahmenpakets. Das Ministerium koordiniert einen Arbeitsgruppenprozess zur Gesundheitssicherheit mit fünf Arbeitsgruppen. Seit Mai 2026 finanziert das Land zudem TDSC-Fortbildungen für klinische Schlüsselpersonen. Bisher wurden 72 Kursplätze finanziert, weitere sind in Vorbereitung.

Quelle:
sozialministerium.baden-wuerttemberg.de

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