BÄK-Präsident Reinhardt: Abschaffung der Hybrid-DRGs gefährdet Ambulantisierung

Bundesärztekammer-Präsident Reinhardt kritisiert das von der Koalition geplante Aus der Hybrid-DRGs für niedergelassene Ärzte als Rückschlag für die Ambulantisierung…

8. Oktober 2026
  • Politik
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Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat das geplante Ende der Hybrid-DRGs für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte kritisiert. Die Koalition will die Abschaffung über einen Änderungsantrag zur Notfallreform durchsetzen.

Reinhardt bezeichnete das Vorhaben als schwerwiegenden Fehler. Die Hybrid-DRGs seien gezielt entwickelt worden, um den Grundsatz „ambulant vor stationär“ umzusetzen. Niedergelassene Ärzte würden nun abrupt von diesem Reformprozess abgekoppelt.

Die kurzfristigen Einsparungen würden das Gesundheitssystem langfristig teuer zu stehen kommen, so Reinhardt. Ambulantisierung sei einer der wichtigsten Hebel für eine effizientere Nutzung knapper Ressourcen. Zudem drohe ein erheblicher Vertrauensverlust bei Praxen, die in den vergangenen Jahren in ambulante OP-Kapazitäten investiert hätten.

Für Patientinnen und Patienten bedeute das Aus neue Fehlanreize. Viele Eingriffe, die medizinisch sicher ambulant erbracht werden könnten, würden weiterhin stationär durchgeführt. Reinhardt appellierte an die Bundestagsabgeordneten, die Pläne zu stoppen.

Quelle:
presseportal.de

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