Barmer-Studie: Bis 2040 könnten 2,7 Millionen mehr Patienten in Notaufnahmen landen

Ohne bessere Patientensteuerung steigt die Zahl ambulanter Notfallbehandlungen laut Barmer bis 2040 um 21 Prozent auf 15,7 Millionen. Gezielte Steuerung könnte den Anstieg um mehr als 25 Prozent senken…

4. September 2026
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Ohne Reformen in der Patientensteuerung droht die Zahl ambulanter Notfallbehandlungen in Krankenhäusern bis 2040 von 13 Millionen auf 15,7 Millionen zu steigen. Das entspricht einem Zuwachs von rund 21 Prozent gegenüber 2024. Das zeigt eine Analyse des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung, die am Donnerstag vorlag.

Auch Rettungsdiensteinsätze mit Patiententransport könnten in diesem Zeitraum um knapp 13 Prozent zunehmen, von 6,86 Millionen auf 7,74 Millionen. Als Haupttreiber nennt die Analyse die alternde Bevölkerung.

Grundlage der Untersuchung sind Daten aus 984 Regionen bundesweit. Würde die Inanspruchnahme flächendeckend auf das Niveau der Regionen mit den heute niedrigsten Quoten gesenkt, könnten sowohl ambulante Notfallbehandlungen als auch Rettungsfahrten bis 2040 um mehr als 25 Prozent reduziert werden.

Barmer-Chef Prof. Christoph Straub fordert eine verbindliche Ersteinschätzung, um Patienten gezielt zu steuern. Hausärzte und der ärztliche Bereitschaftsdienst sollen demnach verstärkt weniger dringliche Fälle übernehmen.

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: In Sachsen-Anhalt könnten ambulante Behandlungen um acht Prozent und Rettungseinsätze um gut fünf Prozent sinken, begünstigt durch stabile hausärztliche Versorgung und Bevölkerungsrückgänge. In Baden-Württemberg werden dagegen Anstiege von 29 beziehungsweise 18 Prozent erwartet.

Im April beschloss das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung, der derzeit im Bundestag beraten wird.

Quelle:
stern.de

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