Bayerische Kliniken warnen vor langen Wegen bei Krebsbehandlungen
Bayerns Krankenhäuser sehen durch die Krankenhausreform wachsende Risiken für die Versorgung im ländlichen Raum und fordern rasche gesetzliche Klarstellungen…
- Politik
Bayerns Krankenhäuser warnen vor spürbaren Versorgungsverschlechterungen durch die geplante Krankenhausreform. Besonders ländliche Regionen könnten betroffen sein. Nach Einschätzung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft fehlt es weiterhin an rechtlicher Klarheit und verlässlichen Rahmenbedingungen für die künftige Leistungsplanung der Kliniken.
Spezialisierung sei medizinisch sinnvoll, könne jedoch zu Versorgungslücken führen, wenn wohnortnahe Angebote wegfallen. Sorgen bereiten unter anderem kardiologische, gefäßchirurgische und onkologische Leistungen, die auch für Notfälle relevant sind. Bei Brustkrebsbehandlungen drohen lange Anfahrtswege, falls regionale Zentren ihre Abrechnungsberechtigung verlieren.
Zudem gilt die Umwandlung kleiner Häuser in sektorenübergreifende Versorgungszentren als kaum praktikabel. Ohne funktionierende Ersatzstrukturen könnten Krankenhäuser in der Fläche ganz verschwinden. Die Krankenhausgesellschaft fordert deshalb eine zügige Verabschiedung des angekündigten Anpassungsgesetzes, um Planungssicherheit zu schaffen und eine flächendeckende Versorgung zu erhalten.
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