Bayerische Krankenhausgesellschaft erwartet 2028 den großen SÜV-Schwung
Die Bayerische Krankenhausgesellschaft erwartet im Jahr 2028 einen großen Schwung bei den SÜV in Bayern. Zwölf Krankenhausstandorte wollen die Umwandlung oder prüfen diese zumindest ernsthaft…
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Jederzeit voll gerüstet sein zu müssen überfordert viele Kliniken. Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) sieht Potenzial für 20 solcher Einrichtungen. Für Standorte, die sonst nicht zu retten wären, sieht BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen darin eine Chance.
Im Freistaat starten 2027 voraussichtlich nur fünf Kliniken als SÜV, da die Umstellung nur zum Jahresanfang möglich ist. Mit zwölf Krankenhausstandorten spricht die BKG „sehr konkret“. Den großen Schwung erwartet Engehausen für 2028.
Das Klinikum Penzberg soll zum SÜV werden. Der Aufsichtsrat der Starnberger Kliniken beschloss dies am 8. Oktober. Künftig umfasst das Angebot stationäre Innere Medizin, eine Ambulanz bis 20 Uhr und ambulante Operationen. Notaufnahme rund um die Uhr, Intensivstation und stationäre Chirurgie entfallen. Nachts kamen im vergangenen Jahr im Schnitt fünf Menschen, höchstens einer wurde stationär aufgenommen. Das Ministerium entscheidet voraussichtlich im Dezember, gelten würde der SÜV ab dem 1. Januar 2027.
Der Landkreis Starnberg fängt seit 2022 jährlich ein Defizit von fünf bis sechs Millionen Euro auf. Aus historischen Gründen ist er für die im Nachbarlandkreis liegende Klinik zuständig. Landrat Stefan Frey (CSU) nennt die Kosten eines Ausstiegs einen „doppelstelligen Millionenbetrag“.
Die Kosten sinken als SÜV massiv, vor allem beim ärztlichen Personal. Rund 100 von 250 Beschäftigten müssen sich auf Veränderungen einstellen. Betriebsbedingte Kündigungen sind nach heutigem Stand nicht geplant.
Abgerechnet wird pro Bett mit mindestens 30 Fällen im Jahr über eine Strukturpauschale von gut 182.000 Euro und eine Tagespauschale von 95 Euro. Die BKG hält das für wirtschaftliches Arbeiten ausreichend.
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