Bayerisches Wissenschaftsministerium ordnet Stellenabbau am UKR an: Opposition und Ärztegewerkschaft widersprechen
Das Bayerische Wissenschaftsministerium verpflichtet das Uniklinikum Regensburg zum Abbau ärztlicher Stellen. Opposition und Marburger Bund Bayern kritisieren die Pläne scharf…
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Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat das Universitätsklinikum Regensburg angewiesen, ärztliche Stellen abzubauen, um ein für 2026 prognostiziertes negatives Jahresergebnis zu reduzieren. Als Hauptursache nennt das Ministerium eine überdurchschnittliche Personalaufwandsquote. Seit 2019 wurden rund 64 Vollzeitäquivalente aufgebaut, die aufgrund ausgebliebener Leistungsausweitungen nicht refinanziert werden könnten. Der Abbau soll über die Nichtverlängerung befristeter Verträge erfolgen.
Das UKR selbst beantwortet keine konkreten Fragen zu Umfang, Zeitraum oder betroffenen Fachrichtungen. Das Ministerium erwartet keine Auswirkungen auf Versorgung oder Forschung.
Diese Einschätzung stoßen auf breiten Widerspruch. Ruth Waldmann (SPD), stellvertretende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bayerischen Landtag, bezeichnet es als „unglaublich“, 64 Stellen zu streichen und gleichzeitig keine Versorgungseinbußen einzuräumen. Sie fordert von der Landesregierung klare Aussagen darüber, was in Versorgung und Forschung künftig wegfallen werde.
Der Marburger Bund Bayern nennt die Haltung von Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) „inakzeptabel“ und spricht von einer „plan- und ziellosen Sparpolitik nach der Rasenmähermethode“. Ärzte am UKR bewältigen ihre Aufgaben laut Ärztegewerkschaft bereits heute nur durch tägliche Mehrarbeit. Der Marburger Bund stellt zudem die Frage, warum die Finanzierung der seit 2019 aufgebauten Stellen nie dauerhaft gesichert wurde.
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