Pressemeldung

Bayern stärkt Klinikversorgung – Gesundheitsministerin Gerlach: Krankenhausplanungsausschuss stellt Weichen für wichtige strukturelle Verbesserungen

Der Krankenhausplanungsausschuss des Freistaates Bayern hat die Weichen für strukturelle Verbesserungen in der bayerischen Krankenhausversorgung gestellt. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Mittwoch in München hingewiesen…

18. Mai 2026
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Gerlach betonte: „Die stationäre Krankenhausversorgung im Freistaat ist gut aufgestellt. Wir haben ein flächendeckendes Netz leistungsfähiger Einrichtungen, das wir durch die aktuellen Beschlüsse weiterentwickeln. Das ist ein Eckpfeiler für eine hohe Lebensqualität in Bayern.“

Gerlach erläuterte: „Die halbjährlichen Sitzungen des Krankenhausplanungsausschusses sind wesentlicher Teil der Krankenhausplanung in Bayern. Dort werden grundlegende Entscheidungen zur zukünftigen Gestaltung der Krankenhausversorgung getroffen. Dies geschieht zusammen mit den in Bayern unmittelbar an der Krankenhausversorgung beteiligten Akteuren.“

Die Ministerin ergänzte: „Durch die jetzigen Beschlüsse des Krankenhausplanungsausschusses werden in einer Reihe somatischer Krankenhäuser die Grundlagen für bauliche Anpassungen gelegt und an einigen Standorten die künftigen Behandlungskapazitäten erweitert.“

Es wurde der Bedarf für Baumaßnahmen für folgende Kliniken anerkannt:

  • Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg  München (772 Betten und 29 Plätze)
  • Krankenhaus Neuwittelsbach München (150 Betten und 20 Plätze)
  • Kreisklinik Bad Reichenhall (300 Betten)
  • Klinikum Starnberg (Neubau auf Basis von 430 Betten und 18 Plätze)
  • Klinikum Bamberg – Betriebsstätte am Bruderwald (1.090 Betten und 101 Plätze)
  • Klinikum Würzburg Mitte (550 Betten)
  • Klinikum St. Elisabeth Neuburg (285 somatische Betten)
  • Klinikum Immenstadt (230 Betten)
  • Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg (380 Betten).

Damit wurden jeweils die Voraussetzungen für die Einleitung entsprechender Verfahren zur baulichen Umsetzung der Feststellungen über die Investitionskostenfinanzierung durch den Freistaat geschaffen. Zudem wurde die Zahl der Planbetten an der m&i -Fachklinik Herzogenaurach um 8 auf 40 Betten erhöht.

Dem Klinikum Nürnberg Betriebsstätte Süd wurden besondere Aufgaben als Zentrum für Intensivmedizin nach den Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zugewiesen. Dadurch werden auch die Grundlagen für entsprechende Vergütungszuschläge geschaffen.

Darüber hinaus erfolgte bei der Klinik am Birkenwald in Nürnberg die Anerkennung der Fachrichtung Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.

Wie auch in den vergangenen Jahren wächst der Bereich der Versorgungsangebote in der Psychosomatik weiterhin stetig an. Die Planbettenzahlen wurden für die Schön Klinik Berchtesgadener Land (15 Betten), die Psychosomatische Klinik Kloster Dießen (7 Betten), die Schön Klinik Roseneck – Haus Prien (26 Betten) und den Medical Park Chiemseeblick (22 Betten) erhöht. Die Simssee Klinik Bad Endorf erhielt neben einer Planbettenerweiterung (21 Betten) den Zuschlag für die Aufnahme einer Tagesklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (24 Plätze). Zudem wurde bei der KIRINUS Tagesklinik am Rosenaupark in Nürnberg die Anzahl der teilstationären Plätzen erweitert (48 Plätze).

Der KPA hat zudem die 1. Fortschreibung der Planungsgrundsätze für die Zulassung von Thrombektomiestandorten beschlossen. Die am 01.07.2023 in Kraft getretenen Planungsgrundsätze werden damit an die neuesten Entwicklungen angepasst, die durch die zwischenzeitlich erfolgten Änderungen der Zertifizierungskriterien der deutschen Schlaganfallgesellschaft (DSG) für überregionale Stroke Units veranlasst wurden. Insbesondere wird die Mindestfallzahl an Thrombektomien von 35 auf 50 heraufgesetzt. Somit kann auch künftig eine qualitativ hochwertige Thrombektomieversorgung gewährleistet werden. Die 1. Fortschreibung wird zum 01.07.2026 in Kraft treten.

Im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie wurde die Einrichtung eines tagesklinischen Behandlungsangebots mit 25 Plätzen am Bezirksklinikum Mainkofen beschlossen. Darüber hinaus wurde den Anträgen der Sozialstiftung Bamberg auf zusätzliche Kapazitäten in Höhe von 25 Betten am Standort Bamberg sowie zehn weiteren Plätzen in Forchheim zugestimmt.

Der Bayerische Krankenhausplanungsausschuss hat sich zudem in seiner 157. Sitzung am Dienstag mit dem Antrag des Kommunalunternehmens Bezirkskliniken Schwaben befasst und einstimmig entschieden, dem Antrag auf Gesamtbedarfsfeststellung sowie der Kapazitätserweiterung um 38 vollstationäre Betten und 20 teilstationäre Plätze am Bezirkskrankenhaus Augsburg als Grundlage für entsprechende Baumaßnahmen zuzustimmen. Der Träger möchte mit dem Antrag ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept für den voll- und teilstationären Bereich etablieren mit der Möglichkeit, nicht nur die Notfall- und Akutversorgung, sondern auch die psychiatrische Elektivversorgung der Bevölkerung zu verbessern.

Im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde dem Antrag des AMEOS Klinikums St. Elisabeth Neuburg auf Erweiterung um neun Betten und zehn Plätze entsprochen.

Auch der weitere Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung in Bayern schreitet voran. Am Klinikum Passau wurde für weitere zwei Betten und an der Sana Klinik Bad Kötzting für weitere vier Betten in der Palliativstation der Bedarf festgestellt.

Die Ministerin sagte: „Mit den getroffenen Beschlüssen haben wir das stationäre Angebot in Bayern weiter gestärkt und das vorgehaltene Behandlungsangebot punktuell im Sinne der Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten ergänzt. Ich danke allen Beteiligten für das konstruktive Miteinander und vor allem auch den  Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den rund 400 bayerischen Krankenhausstandorten, die trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen tagtäglich für die Menschen in Bayern da sind!“

Quelle:
stmgp.bayern.de

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