BBT-Gruppe weist Kritik zurück

Zusammenführung der stationären Versorgung am Diako ist der richtige Weg für zukunftsfähige Aufstellung der stationären Versorgung in Mannheim…

21. Januar 2026
  • Ökonomie

Zur heutigen Berichterstattung des Mannheimer Morgen: „Langjähriger Chefarzt im Mannheimer Theresienkrankenhaus äußert heftige Kritik an Schließung“.

BBT-Gruppe weist Kritik zurück: Zusammenführung der stationären Versorgung am Diako ist der richtige Weg für zukunftsfähige Aufstellung der stationären Versorgung in Mannheim.

Dr. Ulrike Heesemann, Regionalleiterin der BBT-Gruppe für Mannheim, weist die von einem früheren Chefarzt im Mannheimer Morgen geäußerte Kritik an der Schließung des Theresienkrankenhauses klar zurück: „Die Bündelung der stationären Versorgung am Diako ist angesichts des anhaltenden Kostendrucks im Gesundheitssektor und der Krankenhausreform der richtige Weg. Wir haben großes Verständnis, dass ein bis 2008 tätiger Chefarzt dies anders sieht. In der Sache hilft das Äußern von Vermutungen jedoch nicht weiter. Sie gehen an der Realität im Gesundheitssektor 2026 mit stark gestiegenen Kosten, der Ambulantisierung ärztlicher Leistungen, der notwendigen Spezialisierung und Fachkräftemangel vollkommen vorbei.“

Heesemann sagte zudem: „Wir haben Ende 2025 darüber informiert, dass wir die lange geplante Bündelung der stationären Versorgung am Diako auf 2026 vorziehen. Wir haben im Dezember 2025 ebenfalls ausführlich über die ersten Ergebnisse der Sozialplanverhandlungen informiert. Wir haben die Kündigungsgespräche geführt und uns mit der Mitarbeitervertretung darauf geeinigt, dass wir betriebsbedingte Kündigungen für Pflegefachpersonen und Pflegehelfer mit mindestens einjähriger Ausbildung in der direkten Patientenversorgung vermeiden.“

Wie geplant und angekündigt haben Mitarbeitervertretung und Geschäftsführung des Brüderklinikums Julia Lanz die Sozialplanverhandlungen seit Mitte Januar fortgesetzt. Des Weiteren laufen die internen Arbeiten an der Bündelung der stationären Versorgung auf Hochtouren.


„Wir werden über weitere Ergebnisse berichten, sobald sie spruchreif sind. Wir stimmen uns mit Stadt und Universitätsklinikum regelmäßig und vertrauensvoll zur künftigen Ausgestaltung einer guten Gesundheitsversorgung für alle Mannheimerinnen und Mannheimer ab“, so Heesemann.

Dr. Frank Zils, Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe, ergänzt: „Die Renovierungskosten für das Theresienkrankenhaus würden Stand heute einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag verschlingen. Dabei müssten wir einen Eigenanteil von mindestens 30 % stemmen. Demgegenüber ist das Diako auf einem modernen Standard. Daher ist klar: Die Konzentration aufs Diako ist der machbare und vernünftige Weg.“

Die Medizinstrategie des Brüderklinikums Julia Lanz zeichnet ein klares Bild: Die medizinischen Leistungen werden in hochspezialisierten Zentren abgebildet und um Standort des heutigen Diako konzentriert. Dazu wird das bisherige Gebäude baulich so erweitert, dass alle Fachabteilungen ausreichend Platz finden.

Diese Entscheidungen wurden nach reiflichen Überlegungen getroffen und sind den veränderten Rahmenbedingungen im Gesundheitssektor geschuldet. So sind Sach- und Betriebskosten in die Höhe geschnellt. Medizinische Leistungen, die vor fast zwanzig Jahren noch stationär angeboten wurden, werden heute ambulant durchgeführt. Dies hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Erlössituation eines Krankenhaues, dass sich nicht in einer kommunalen Trägerschaft befindet. Freigemeinnützige Häuser müssen ihre Gewinne wieder reinvestieren, dürfen sich also kein großes finanzielles Polster anlegen wie ein privat geführtes Haus.

Entgegen der in der Öffentlichkeit weit verbreiteten Meinung erhalten christliche Häuser, wie das BKJL, auch keine Gelder aus Bistümern oder aus den Einnahmen der Kirchensteuer. Als freigemeinnütziges Haus muss das Brüderklinikum Julia Lanz seine Gewinne „aus eigener Kraft“ erwirtschaften. Zudem arbeiten die Einrichtungen in der BBT-Gruppe wirtschaftlich unabhängig – eine Quersubventionierung findet nicht statt.

„Wir sind uns sicher, durch die Zentralisierung den wirtschaftlichen Herausforderungen zukunftweisend gewachsen zu sein“ bekräftigt die kaufmännische Direktorin Julia Bergmann noch einmal die Entscheidung der Zentralisierung der stationären Versorgung am Standort im Lindenhof und ergänzt: „In Anbetracht der aktuellen Situation und vor dem Hintergrund der gesetzlichen Vorgaben ist eine strategische Anpassung erforderlich, die die künftigen Entwicklungen berücksichtigt. Dazu sind wir mit dem Gesundheitsministerium Baden-Württemberg seit Mitte September sowie der Stadt Mannheim wie auch mit der Uniklinik und weiteren Akteuren in kontinuierlichen Gesprächen.“

Quelle:
bk-julia-lanz.de

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