Behandlungsfehler Krankenhaus 2025: Sinkende Zahlen im MD-Jahresbericht, scharfe DKG-Kritik an Schadenshöhe

Der MD-Jahresbericht 2025 zeigt sinkende Behandlungsfehler in deutschen Krankenhäusern. Die DKG begrüßt die Entwicklung, kritisiert aber die Hochrechnung eines 16-Milliarden-Euro-Schadens als unseriös…

24. August 2026
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Der Jahresbericht des Medizinischen Dienstes für 2025 belegt eine weiter verbesserte Behandlungsqualität in deutschen Krankenhäusern. Im gesamten Gesundheitswesen wurden 11.735 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler gemeldet, 569 weniger als im Vorjahr. Nur jeder vierte Verdachtsfall bestätigte sich bei näherer Prüfung als tatsächlicher Fehler, auch dieser Anteil sank gegenüber dem Vorjahr. Im stationären Sektor wurden rund 1.900 Behandlungsfehler bestätigt, ebenfalls weniger als zuvor.

DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß wertet die Zahlen als Beleg für eine gestiegene Patientensicherheit auf ohnehin hohem Niveau. Er betont zugleich, dass jeder Behandlungsfehler einer zu viel sei. Den rund 1.900 bestätigten Fehlern stehen nach DKG-Angaben schätzungsweise 18 Millionen Behandlungsfälle gegenüber, die Fehlerquote liege damit im niedrigen Promillebereich.

Scharf kritisiert Gaß die Schlussfolgerungen des MD zu einem angeblichen ökonomischen Schaden von 16 Milliarden Euro. Der MD stütze sich dabei auf eine OECD-Studie aus dem Jahr 2017, die Deutschland nicht untersucht habe und auf nationalen Einzelstudien mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen beruhe. Zudem beziehe die zitierte 15-Prozent-Kostenangabe auch unvermeidbare Fälle ein. Für vermeidbare Fälle nenne dieselbe Studie ein deutlich niedrigeres Spektrum von 2 bis 10 Prozent der öffentlichen Krankenhausausgaben. Die DKG lehnt eine alarmistische Darstellung auf dieser Grundlage ab.

Quelle:
dkgev.de

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