BITMARCK sieht Wachstumspotenzial und fordert bundesweite Informationskampagne zur ePA
Die ePA-Nutzung ist in zwölf Monaten stark gewachsen. Dokumenten-Downloads stiegen um 180 Prozent, Medikationslisten-Abrufe um 120 Prozent. BITMARCK fordert eine bundesweite Informationskampagne…
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Die elektronische Patientenakte gewinnt im Versorgungsalltag deutlich an Gewicht. Eine Datenanalyse von BITMARCK, das gemeinsam mit dem Partner RISE die ePA für 80 Prozent der gesetzlichen Krankenversicherung betreibt, zeigt für den Zeitraum Juli 2025 bis Juni 2026 erhebliche Zuwächse bei allen gemessenen Kennzahlen.
Dokumenten-Downloads stiegen von knapp 450.000 im Juli 2025 auf gut 1,26 Millionen im Juni 2026, ein Plus von 180 Prozent. Uploads legten um 113 Prozent auf 4,5 Millionen zu. Die Abrufe der Medikationsliste erreichten im Juni 2026 rund 33 Millionen, ein Anstieg von 120 Prozent. Versicherten-Logins wuchsen um 108 Prozent auf 780.000 im Monat.
Den stärksten Einzelsprung verzeichnete Oktober 2025. Mit Inkrafttreten der gesetzlichen Nutzungspflicht für Leistungserbringende stiegen Uploads um 45 Prozent, Downloads um 40 Prozent. Die Versicherten-Logins sprangen in diesem Monat um fast 140 Prozent auf 900.000.
BITMARCK-Geschäftsführer Andreas Strausfeld sieht die ePA im Versorgungsalltag angekommen, mahnt aber mehr Tempo bei der Breitennutzung an. Er fordert eine bundesweite Informationskampagne des Bundesgesundheitsministeriums. Das jüngst verabschiedete GeDIG setze mit Funktionen wie der eÜberweisung und der digitalen Ersteinschätzung wichtige Weichen.
Zwei neue Features sollen die Einbindung der Versicherten stärken: ein digital gestützter Medikationsplan mit Dosieranweisungen sowie Push-Nachrichten bei neuen Dokumenten oder Zugriffen. Beide Funktionen sind in den ePA-Apps verfügbar und werden schrittweise in Praxisverwaltungssysteme ausgerollt. Ende 2026 folgt eine Volltextsuche über alle in der ePA abgelegten Dokumente.
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