BITMARCK warnt vor überstürzter TI-Zentralisierung und fordert klare Grenzen für die gematik

BITMARCK begrüßt die Ziele des gematik-Transformationsplans 2030, fordert aber in einem Sieben-Punkte-Papier mehr Transparenz, Risikobewertung und klare Kompetenzgrenzen vor jeder Umsetzung…

18. Juni 2026
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BITMARCK warnt davor, die im gematik-Konzept „TI-Betriebsstabilität und Transformationsplan 2030“ skizzierte Zentralisierung der Telematikinfrastruktur voranzutreiben, bevor die im GeDIG festgeschriebenen Maßnahmen echte Mehrwerte für Versicherte liefern.

Geschäftsführungsvorsitzender Andreas Strausfeld formuliert es klar: Wer den zweiten Schritt vor dem ersten mache, riskiere zu stolpern.

Die grundsätzlichen Ziele der gematik, höhere Wirtschaftlichkeit, weniger Komplexität und mehr Betriebsstabilität, hält BITMARCK für richtig. Den möglichen Wechsel vom dezentralen Marktmodell zu einer zentralen TI-Plattform bewertet das Unternehmen jedoch kritisch.

In einem Sieben-Punkte-Positionspapier fordert BITMARCK, dass die Frontend-Hoheit bei den Krankenkassen und ihren Dienstleistern verbleibt und die gematik nicht zum Marktteilnehmer wird. Bei der ePA-Architektur sind relevante Frontend-Anbieter einzubinden.

Instabilitätsanalysen der TI müssen unter Beteiligung der Krankenkassen erfolgen. Für ein Vorhaben dieser Größenordnung ist zudem eine vollständige Risikoanalyse zwingend erforderlich.

Angesichts der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung verlangt BITMARCK eine transparente Darstellung der Kosten für die Kostenträger. Für die Transitionsphase fordert das Unternehmen ein verbindliches Zusammenarbeitsmodell mit allen relevanten Stakeholdern.

Quelle:
presseportal.de

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