BKG: Nach einem Entlastungsjahr 2026 drohen den Kliniken 2027 Rekorddefizite.
Bayerns Kliniken dürfen sich im Jahr 2026 über eine finanzielle Entlastung freuen. Ab 2027 drohen jedoch Rekorddefizite. Das Jo-Jo der Krankenhausfinanzierung …
- Ökonomie
Viele Kliniken in Bayern können 2026 mit einer spürbaren Entlastung rechnen. Die Bundesregierung stellt eine Nachzahlung bereit, die die angespannte Lage vorerst abmildert. Nach Einschätzung des Geschäftsführers der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Roland Engehausen, steuern die Einrichtungen dennoch auf ein Rekorddefizit im Jahr 2027 zu. Er kritisiert die aktuelle Reform als unstetes System und fordert klare Korrekturen.
Derweil entwickelt sich die Krankenhauslandschaft weiter und einzelne Regionen müssen sich auf Standortveränderungen und Schließungen einstellen. Leistungsbündelungen gelten politisch als gewollt und medizinisch sinnvoll. Der Verband betont jedoch die Bedeutung einer flächendeckenden Versorgung.
Eine echte Insolvenzwelle ist jedoch bislang ausgeblieben. Seit 2022 stellten neun Häuser Anträge, zwei Kliniken schlossen. Die übrigen fanden Lösungen zur Fortführung.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach sichert Unterstützung zu. Sie kündigt Widerstand gegen geplante Kürzungen der Vergütung um 1,8 Milliarden Euro an. Bayern erhöht zudem die Investitionsmittel von 800 auf 900 Millionen Euro. Die BKG fordert dagegen mindestens eine Milliarde Euro und verweist außerdem auf die Unterfinanzierung der einzelnen Behandlung.
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