BKK Dachverband fordert verbindlichen Hitzeschutz als staatliche Pflichtaufgabe
Das RKI schätzt bis Anfang August 2026 rund 12.500 hitzebedingte Todesfälle. Der BKK Dachverband fordert verbindlichen Hitzeschutz als steuerfinanzierte Daseinsvorsorge…
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Der BKK Dachverband reagiert auf die vom Robert Koch-Institut geschätzten 12.500 hitzebedingten Todesfälle bis Anfang August 2026 mit einer klaren politischen Forderung: Klimaanpassung muss als staatliche Daseinsvorsorge verankert werden, finanziert aus Steuermitteln statt aus GKV-Beiträgen.
Auslöser ist auch eine zweiwöchige Hitzewelle im Juni, die laut Prognos volkswirtschaftliche Schäden von 6,3 Milliarden Euro verursachte. Behandlungskosten sind darin noch nicht enthalten.
Vorständin Anne-Kathrin Klemm fordert klare Verantwortlichkeiten, verlässliche Finanzierung und klimaresiliente Strukturen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Investitionen dürften nicht auf Beitragszahlende abgewälzt werden.
Der Verband begrüßt die Initiative von Bundesumweltminister Carsten Schneider, mahnt aber zügige und verbindliche Schritte an. Gemeinsam mit knapp 60 Organisationen des Gesundheitswesens fordert der BKK Dachverband, Hitzeschutz und Klimaanpassung in einer Nachhaltigkeitsstrategie für das deutsche Gesundheitssystem festzuschreiben.
Hintergrund: Das Gesundheitswesen ist laut BKK Dachverband für rund sechs Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und damit sowohl Betroffener als auch Mitverursacher der Klimakrise.
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