BMG dementiert Stopp für Klinik-Atlas
Während gestern noch ein allgemeines Aufatmen durch die Krankenhauslandschaft ging, heißt es heute wieder: Luft anhalten! Das Bundesgesundheitsministerium widerspricht Berichten über das Aus des Klinik-Atlas. Das Portal bleibe vorerst bestehen, wie es weitergeht, ist unklar…
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Das Bundesgesundheitsministerium hat Spekulationen über eine Einstellung des Klinik-Atlas zurückgewiesen. Eine Sprecherin betonte, dass das Portal weiterhin online bleibt. Lediglich die bisherige Projektgruppe werde beendet, künftig übernehme eine Fachabteilung die Zuständigkeit.
Der im Mai 2024 gestartete Klinik-Atlas sollte Informationen zu allen rund 1.700 deutschen Kliniken bündeln. Nach anhaltender Kritik von Fachgesellschaften, Trägern und Patientenvertretungen wurde sein Umfang jedoch stark reduziert. Aktuell enthält das Portal nur noch Daten zu rund 25 Eingriffen. Fachleute bemängeln unvollständige Angaben und eine Darstellung, die für Laien schwer verständlich ist.
Über die künftige Entwicklung gibt es bislang keine Entscheidung. Kliniken, Landeskrankenhausverbände und der Verbund der katholischen Krankenhäuser begrüßten ein mögliches Ende des Klinik-Atlas. Der Sozialverband VdK warnte dagegen vor einer möglichen Abschaffung. Patientinnen und Patienten würden dadurch den Zugang zu unabhängigen Informationen verlieren. Sogleich übt er Kritik an der Offerte von DKG-Chef Gaß für eine Zusammenarbeit beim Klinik-Verzeichnis. Damit bleibt offen, ob und wie der Klinik-Atlas künftig weitergeführt wird.
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