Brandenburg pocht auf Kurskorrektur beim Sparpaket für Kliniken
Brandenburg stemmt sich gegen zusätzliche Belastungen für Kliniken durch das Sparpaket des Bundes und fordert Nachbesserungen über den Vermittlungsausschuss…
- Politik
Die brandenburgische Landesregierung fordert Änderungen am Sparpaket des Bundes zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge. Ministerpräsident Dietmar Woidke und Gesundheitsministerin Britta Müller warnen vor zusätzlichen finanziellen Belastungen für Krankenhäuser, insbesondere in ländlichen Regionen.
Brandenburg sieht durch das geplante Sparpaket den laufenden Umbau der Krankenhauslandschaft gefährdet und hat gemeinsam mit anderen Ländern den Vermittlungsausschuss angerufen. Woidke erwartet vom Bund mehr Verlässlichkeit und finanzielle Stabilität für die Versorgung im Land. Müller verweist auf alternative Einsparmöglichkeiten, etwa durch den Abbau versicherungsfremder Leistungen.
Hintergrund sind hohe Defizite bei rund 80 Prozent der Kliniken in Brandenburg. Zwar konnten mehrere drohende Insolvenzen abgewendet werden, der wirtschaftliche Druck bleibt jedoch hoch. Zugleich fordert das Land weitere Anpassungen an der Krankenhausreform, mehr Planungsspielraum für die Länder sowie eine stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung.
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