Brandenburg startet 2027 mit bundeseinheitlicher Pflegefachassistenz-Ausbildung

Brandenburg bildet ab 2027 Pflegefachassistenten aus. Die 18-monatige Ausbildung ersetzt bisherige Helferberufe und ist bereits mit Hauptschulabschluss zugänglich…

23. Juni 2026
  • Pflege
  • Politik

Brandenburg setzt ab 2027 eine bundeseinheitliche Ausbildung zur Pflegefachassistenz um. Das entsprechende Landesgesetz wurde in dieser Woche in erster Lesung im Brandenburger Landtag beraten. Es basiert auf einem Bundesgesetz und löst die bislang uneinheitlichen Helfer- und Assistenzausbildungen ab, die in anderen Bundesländern häufig nicht anerkannt wurden.

Die 18-monatige Ausbildung ist bereits mit Hauptschulabschluss zugänglich und qualifiziert für den Einsatz sowohl in der Kranken- als auch in der Altenpflege. SPD-Abgeordnete Sina Schönbrunn betonte, die neue Ausbildung schaffe klare Standards und verbessere Aufstiegsmöglichkeiten. CDU-Abgeordnete Ellen Fährmann, die selbst eine stationäre Pflegeeinrichtung leitet, hob den niedrigschwelligen Zugang hervor, der neue Zielgruppen für den Pflegeberuf erschließe.

Gesundheitsminister René Wilke (SPD) verwies auf den anhaltenden Personalbedarf im Land und forderte weitere Maßnahmen zur Durchlässigkeit und beim Quereinstieg. BSW-Abgeordneter Andreas Kutsche begrüßte die Vereinheitlichung, warnte aber, dass ohne spürbar bessere Arbeitsbedingungen, ausreichend Personal und faire Bezahlung kein Gesetz den Pflegenotstand beheben werde. Das BSW teilt die Sorge der Gewerkschaft Verdi, die Pflegefachassistenz könne als Sparmaßnahme eingesetzt werden.

Quelle:
aerzteblatt.de

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