Krankenhausreform: Brandenburger Krankenhäuser sollen Beschäftigte bei Umstrukturierungen einbeziehen

ver.di fordert verbindliche Mitsprache der Beschäftigten bei Maßnahmen zur Krankenhausreform in Brandenburg. Auch für den Landkreis Dahme-Spreewald mit seinen zwei Klinikstandorten ist die Debatte relevant…

24. August 2026
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Die Gewerkschaft ver.di kritisiert, dass in Brandenburg weitreichende Entscheidungen über Krankenhausschließungen und Abteilungsabbau ohne ausreichende Beteiligung der Beschäftigten getroffen werden. Als Beispiele nennt sie Abteilungsschließungen in Potsdam, die Schließung der Geburtsmedizin in Bernau und Strausberg sowie die Schließung des Krankenhauses in Wittstock.

Gisela Neunhöffer, stellvertretende Landesfachbereichsleiterin Gesundheit von ver.di Berlin-Brandenburg, fordert, Beschäftigte frühzeitig und verbindlich einzubeziehen. Krankenhausleitungen, kommunale, kirchliche und andere Träger sowie die Landesregierung sind dabei gleichermaßen adressiert.

ver.di verlangt faire Übergangsregelungen, Qualifizierungsangebote sowie Sozialtarifverträge oder Sozialpläne. Eine Schließung dürfe erst erfolgen, wenn eine gleichwertige Versorgung an anderer Stelle tatsächlich sichergestellt ist. Zudem soll die Tarifbindung in der Brandenburger Krankenhauslandschaft gestärkt werden.

Auch der Landkreis Dahme-Spreewald ist betroffen. Das Klinikum Dahme-Spreewald mit dem Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen und der Spreewaldklinik Lübben versorgt jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patienten. Der Landkreis hält 51 Prozent der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, die Sana Kliniken AG 49 Prozent. 2023 vereinbarten beide Partner den Erhalt beider Standorte.

Als positives Beispiel verweist ver.di auf den Landkreis Elbe-Elster, wo die Gewerkschaft gemeinsam mit Beschäftigten konstruktiv an Lösungen mitgewirkt hat.

Quelle:
meetingpoint-dahme-spreewald.de

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