Brandenburger Landtag beschließt Gesetz zur Pflegefachassistenz, Start voraussichtlich im Oktober 2027
Der Brandenburger Landtag beschließt das Umsetzungsgesetz zur Pflegefachassistenzausbildung. Der Start ist voraussichtlich ab Oktober 2027 möglich, der BSW-Abgeordnete Andreas Kutsche kritisiert jedoch, ein Gesetz allein bringe keine zusätzliche Pflegekraft ans Bett…
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Brandenburg schafft die landesrechtliche Grundlage für die Pflegefachassistenzausbildung. Mit der Mehrheit der Koalition beschloss der Landtag ein Gesetz, das ein Bundesgesetz umsetzt, das Ende 2025 von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde. Gesundheitsminister René Wilke (SPD) hofft auf eine Entlastung der Pflegekräfte und eine größere Durchlässigkeit in der Ausbildung.
Das Land kann voraussichtlich ab Oktober 2027 als eines der ersten Bundesländer mit der Ausbildung starten. Ab dem nächsten Jahr löst eine bundeseinheitliche Ausbildung den bisherigen Flickenteppich der Ausbildungen für Pflegehelfer ab.
Die CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Fährmann verweist darauf, dass auch morgen noch jeder Einzelne in Würde gepflegt und versorgt werden können muss. Dafür brauche man gut ausgebildete Pflegekräfte auf allen Qualifikationsniveaus. Mit dem Umsetzungsgesetz sollen Pflegebedürftige in allen Settings gut versorgt werden.
Der BSW-Landtagsabgeordnete Andreas Kutsche kritisiert, ein neues Gesetz bringe allein noch keine zusätzliche Pflegekraft ans Patientenbett. Eine Praxisanleiterin könne nicht gleichzeitig Patienten versorgen, Medikamente richten, Angehörige betreuen und Auszubildende anleiten. Pflegefachassistenten seien eine wichtige Ergänzung im Pflegeteam, aber kein billiger Ersatz für dreijährig ausgebildete Pflegefachkräfte. Wer mehr Pflegekräfte wolle, müsse dafür sorgen, dass Auszubildende ihre Ausbildung auch erfolgreich abschließen.
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