Brandenburgs Gesundheitsminister verspricht Übergangslösungen für Kindernotfälle in Ludwigsfelde

Die Kinder- und Jugendmedizin im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow schließt zum 1. August 2026. Die künftige Notfallversorgung bleibt ungeklärt…

23. Juni 2026
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Das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin schließt die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Evangelischen Krankenhaus Ludwigsfelde-Teltow zum 1. August 2026. Als Begründung nennt der Träger eine zu geringe Auslastung von durchschnittlich drei belegten Betten sowie die laufende Krankenhausreform, die eine Spezialisierung erfordere. Stattdessen sollen Orthopädie, Innere Medizin und Geriatrie ausgebaut werden.

Wie die Notfallversorgung von Kindern nach der Schließung konkret sichergestellt wird, ist noch offen. Gesundheitsminister René Wilke (SPD) teilte auf eine Anfrage der BSW-Fraktion mit, dass ein Versorgungskonzept in Kooperation mit dem Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam erarbeitet werde. Im Landtag äußerte er sich zuversichtlich und verwies auf Übergangsmodelle.

BSW-Abgeordneter Andreas Kutsche kritisiert die fehlende Klarheit kurz vor der Schließung. Eltern müssten wissen, wohin sie im Notfall mit ihren Kindern fahren sollen. Auch eine Petition einer Mutter gegen die Schließung sammelte mehr als 6.000 Unterschriften.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist Mitglied im Kuratorium des Trägers, nach Angaben der Landesregierung jedoch als Privatperson. Wie er zur Schließung abgestimmt hat, beantwortete Minister Wilke im Landtag nicht. Er verwies darauf, dass sich solche Gremien in der Regel nicht mit dem operativen Geschäft befassten. Zusätzlich zur Krankenhausreform wirkt sich auch die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung auf die Kliniken aus.

Quelle:
stern.de

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