Brandenburgs Gesundheitsminister Wilke verteidigt Stationsschließungen in Potsdam

René Wilke verteidigt die Schließungen einiger Klinik-Abteilungen in Potsdam als sachlich richtig und kündigt an, weitere Schließungen im Land Brandenburg nicht ausschließen zu können…

23. Juli 2026
  • Politik

Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke (SPD) stellt sich hinter die Abteilungsschließungen in Potsdam und bewertet sie als notwendige Konsequenz der Krankenhausreform. Die Maßnahmen seien mit seinem Ministerium abgestimmt und entsprächen den Umsetzungskriterien der Reform.

Das Klinikum Ernst von Bergmann stellt Orthopädie und Gefäßchirurgie ab August ein. Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus schließt Neurologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Die Gynäkologie und Geburtshilfe hatte den Betrieb wegen Personalmangels bereits eingestellt. Beide Häuser begründen die Schritte mit der Krankenhausreform und dem Ziel, Parallelangebote abzubauen. Mehrere hundert Menschen demonstrierten in der vergangenen Woche in Potsdam dagegen.

Wilke betonte, dass auch Stationen, die geschlossen werden sollen, bis zum Ende funktionieren müssen. Weitere Schließungen oder Fusionen ohne Vorwarnung schloss er nicht aus, erwartet aber, dass Alternativen vorbereitet und Beschäftigte einbezogen werden.

Langfristig will das Land alle Krankenhausstandorte erhalten, jedoch mit teils veränderten Funktionen. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Ludwigsfelde-Teltow schließt Ende Juli, das Krankenhaus Wittstock Anfang 2027. Dort soll eine Rettungswache bleiben und eine Poliklinik entstehen. Das Sparpaket des Bundes für gesetzliche Kassen kritisierte Wilke als nicht mit den Ländern abgestimmt.

Quelle:
kma-online.de

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