Broad Consent: Vier Unikliniken liefern Blaupause für nationale Forschungsdatestrategie
Die Einführung des Broad Consents an vier Unikliniken zeigt: Datenschutz und medizinische Forschung müssen kein Widerspruch sein. Standardisierte Einwilligungen und Treuhandstellen schaffen Vertrauen und öffnen den Weg für eine datengetriebene Medizin der Zukunft.
- Medizin
- QM
Die gezielte Nutzung von Routinedaten für die Forschung ist ein zentraler Baustein einer modernen, evidenzbasierten Medizin. Mit dem Broad Consent (BC) wurde im Rahmen der Medizininformatik-Initiative des BMBF ein Standard geschaffen, der Patient:innen die Entscheidung über die Weiterverwendung ihrer Behandlungsdaten, Krankenkassendaten und Biomaterialien ermöglicht auch für künftige, noch nicht konkretisierte Forschungsprojekte. Der Rückgriff auf eine zentrale Einwilligung spart Bürokratie, schafft Klarheit und stärkt die Autonomie der Patient:innen. Gleichzeitig sorgen unabhängige Treuhandstellen für rechtssichere Verwaltung und Widerrufsmöglichkeiten. Eine Evaluationsstudie an den Unikliniken Dresden, Erlangen, Halle und Magdeburg analysiert nun die Integration des BC in den Klinikalltag. Die Erkenntnisse sollen helfen, die Einführung an weiteren Standorten zu erleichtern. Ziel ist es, den BC bundesweit als Fundament für eine verantwortungsvolle und zukunftsfähige Forschungsdateninfrastruktur zu etablieren.
aerzteblatt.de
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.