Bündnis fordert Leitstellen-Reform in Baden-Württemberg

Ein breites Bündnis fordert eine Reform der Leitstellen in Baden-Württemberg. Vorgesehen sind regionale Verbünde, gemeinsame IT-Strukturen und mehr Vernetzung. Kritik richtet sich auf fehlende messbare Qualitätsziele…

27. April 2026
  • Ökonomie

Ein Bündnis aus Krankenkassen, kommunalen Spitzenverbänden, DRK und Feuerwehr fordert eine grundlegende Reform der Leitstellen in Baden-Württemberg. Ziel ist eine vernetzte Struktur, die steigenden Anforderungen durch Technik, Fachkräftemangel und Krisenlagen standhält.

Die Organisationen schlagen vor, Leitstellen in regionalen Verbünden von drei bis fünf Standorten zusammenzufassen. Diese Verbünde sollen einheitliche Technik nutzen und Server- sowie Kommunikationssysteme gemeinsam betreiben. Dadurch wollen die Beteiligten Ausfallsicherheit erhöhen und Schnittstellenprobleme reduzieren. Zudem soll die Anrufannahme und Disposition standortunabhängig erfolgen.

Aktuell betreibt jede der 34 Integrierten Leitstellen eine eigene technische Infrastruktur. Das Bündnis sieht darin Ineffizienzen und begrenzte Skalierbarkeit. Eine zentrale IT-Struktur innerhalb der Verbünde soll Ressourcen bündeln und den Betrieb stabilisieren. Gleichzeitig soll die lokale Verankerung der Leitstellen erhalten bleiben.

Die Organisationen fordern das Land Baden-Württemberg auf, die Reform aktiv zu begleiten und passende Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Björn-Steiger-Stiftung unterstützt die Vorschläge zur gemeinsamen Techniknutzung. Sie kritisiert jedoch, dass das Papier keine konkreten Qualitätsziele definiert und damit zentrale Leistungsmaßstäbe offenlässt.

Quelle:
aerzteblatt.de

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