Bündnis verlangt verbindliche Prävention in der Gesundheitspolitik

Ein breites Bündnis fordert Prävention als verbindliche Aufgabe des Staates. Freiwilligkeit reiche nicht mehr aus, Gesundheit müsse politisch priorisiert werden…

12. Februar 2026
  • Politik

Eine Allianz aus Medizin, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Gesundheitspolitik. Prävention soll gesetzlich verbindlich verankert und ressortübergreifend umgesetzt werden. Die Initiatoren kritisieren, dass freiwillige Maßnahmen bisher kaum Wirkung zeigen und Alltagsbedingungen gesundes Verhalten erschweren.

Das Bündnis benennt drei zentrale Hebel. Gesundheitsschutz soll rechtlich verbindlich geregelt werden. Politische Maßnahmen sollen sich stärker an wirksamen Regulierungen orientieren, nicht an Selbstverpflichtungen. Zudem fordern die Beteiligten, evidenzbasierte Erkenntnisse schneller in verbindliche Gesetze zu überführen und die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Maßnahmen konsequent umzusetzen.

Als Beleg verweist das Bündnis auf eine problematische Datenlage. Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen rund 40 Prozent aller Todesfälle. Trotz hoher Pro-Kopf-Ausgaben bleibt die Lebenserwartung zurück. Besonders kritisch bewerten die Initiatoren den Anstieg gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei jüngeren Generationen. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland bei Präventionsmaßnahmen schlecht ab, etwa bei Alkohol, Tabak, Ernährung und Bewegung.

Quelle:
aok.de

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