Bundes-Klinik-Atlas 2024: Fortschritte, Fehlerkorrekturen und neue Funktionen

Der Bundes-Klinik-Atlas, der Transparenz zu Leistungen und Qualität von 1.700 deutschen Krankenhäusern schaffen soll, wurde seit seiner Einführung im Mai 2024 mehrfach überarbeitet, bleibt jedoch hinter den Erwartungen vieler Nutzer zurück. Während Fehler in den Daten weitgehend behoben wurden, verzögern sich geplante Funktionen wie die Ausweisung von Leistungsgruppen und Zertifikaten weiterhin.

20. Januar 2025
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Der Bundes-Klinik-Atlas, der im Mai 2024 im Rahmen des Krankenhaustransparenzgesetzes gestartet wurde, soll Patienten helfen, die Behandlungsqualität und das Leistungsspektrum von 1.700 Krankenhäusern besser zu vergleichen. Trotz zweier Updates – zuletzt im Herbst 2024 – bleibt das Portal ein Thema kontroverser Diskussionen. Während viele Datenfehler, etwa bei Betten- und Fallzahlen, korrigiert wurden, fehlen weiterhin wichtige Funktionen wie die Ausweisung von Mindestmengen, Leistungsgruppen und Versorgungsstufen. Technische und fachliche Hürden behindern diese Fortschritte. Auch die Abbildung von Qualitätssiegeln und Zertifikaten durch das IQTIG verzögert sich – erste Ergebnisse werden erst 2025 erwartet. Kritisiert wird von Krankenhäusern, dass die aktuelle Darstellung in der „Kachel-Systematik“ die Versorgungsrealität nicht ausreichend abbildet. Dennoch bleibt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) optimistisch und arbeitet an einer weiteren Optimierung, um langfristig eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Patienten und mehr Transparenz im Gesundheitswesen zu schaffen…

Quelle:

kma-online.de


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