Bundes-Klinik-Atlas: Chirurgen sehen Verbesserungsbedarf
Chirurgen bewerten den neuen Klinikatlas grundsätzlich positiv, sehen aber erheblichen Verbesserungsbedarf bei der Darstellung des Leistungsspektrums und der Patientenorientierung.
- Politik
Chirurgen bewerten den neuen Klinikatlas grundsätzlich positiv, sehen aber erheblichen Verbesserungsbedarf bei der Darstellung des Leistungsspektrums und der Patientenorientierung.
Der Mitte Mai freigeschaltete Klinikatlas des Bundes hat noch viele Schwächen, wie eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) unter 360 leitenden Chirurgen ergab. Zwar bewerten 58 Prozent der Befragten das Verzeichnis grundsätzlich positiv, aber 43 Prozent kritisieren es als schlecht oder überflüssig. Bemängelt werden vor allem die ungenaue Darstellung des Leistungsspektrums (84 Prozent) und die mangelnde Übereinstimmung der Daten mit den Qualitätsberichten der Kliniken (73 Prozent). Weitere Kritikpunkte sind die unzureichende Differenzierung zwischen diagnostischen und therapeutischen Leistungen (83 Prozent) und Zweifel an der Eignung des Atlas zur effektiven Patientensteuerung bei komplexen Leistungen (90 Prozent). Mit einer Gesamtzufriedenheit von 1,41 auf einer Skala von 1 bis 5 ist die Motivation für Verbesserungen jedoch hoch, wie DGCH-Generalsekretär Professor Thomas Schmitz-Rixen betont. Eine sinnvolle Verknüpfung von Diagnose und Therapie sowie eine bessere Abbildung der ICD-10- und OPS-Kodes sind vorrangige Ziele…
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