Bundes-Klinik-Atlas soll unter das Dach des G-BA wechseln

Der Bundes-Klinik-Atlas soll künftig beim G-BA angesiedelt werden. Politik und Selbstverwaltung setzen auf Neuordnung, doch Kritik bleibt…

18. Februar 2026
  • QM

Der Bundes-Klinik-Atlas soll organisatorisch neu verankert werden. Nach dem Willen der schwarz-roten Koalition übernimmt der Gemeinsame Bundesausschuss die Veröffentlichung und Weiterentwicklung des Transparenzverzeichnisses. Grundlage ist ein Änderungsantrag zum KHAG.

Der G-BA kann eine fachlich geeignete Stelle mit Datenaufbereitung und Bewertung im Bundesvergleich beauftragen. Auch eine Zusammenführung mit bestehenden Portalen wird geprüft. Ziel ist ein einheitliches, unabhängiges Informationsangebot für Versicherte.

Der Atlas war 2023 eingeführt worden, um Qualitätsdaten wie Fallzahlen, Pflegequoten und Notfallstufen öffentlich zugänglich zu machen. Von rund 1.700 somatischen Kliniken aktualisierten nur 13 Häuser ihre Angaben vor Veröffentlichung. Seit Mai 2024 ist das Portal online und wurde mehrfach überarbeitet.

Kritik kam von Krankenhausgesellschaften, Ländern und ärztlichen Verbänden. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft sieht weiterhin strukturelle Defizite. Der G-BA betont dagegen seine fachliche Kompetenz und kündigt an, bestehende Qualitätsdaten sowie ein geplantes ambulantes Transparenzportal einzubeziehen. Zudem soll untersucht werden, wie die Öffentlichkeit das Angebot nutzt.

Quelle:
aerzteblatt.de

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