Bundestag will Anerkennungsverfahren für Ärzte aus dem Ausland deutlich verkürzen
Der Bundestag hat eine Reform für die schnellere Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen beschlossen. Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland sollen ihre Kenntnisse künftig direkter nachweisen können. Der Bundesrat muss noch zustimmen…
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Der Bundestag will den Zugang für Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland zum deutschen Arbeitsmarkt beschleunigen. Dafür hat er ein Gesetz beschlossen, das die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen vereinfachen soll. Die Reform reagiert auf den Ärztemangel und soll qualifizierte Fachkräfte schneller in die Versorgung bringen.
Kern der Neuregelung ist ein einfacheres Verfahren. Mediziner sollen sich künftig direkt einer Kenntnisprüfung unterziehen können. Bislang mussten sie oft Dokumente aus ihrem Heimatland anfordern, übersetzen und einreichen. Das Gesetz soll diesen Schritt verkürzen und den Einstieg in die Arbeit in Deutschland erleichtern.
Die Vereinfachungen gelten nicht nur für Ärzte, sondern auch Zahnärzte, Apotheker und Hebammen sollen von den neuen Regeln profitieren.
Gesundheitsministerin Nina Warken erklärte, Anerkennungsverfahren dürften nicht länger der Flaschenhals für die schnelle Integration qualifizierter Fachkräfte in den Arbeitsmarkt sein. Die Reform tritt aber noch nicht sofort in Kraft. Zuerst muss der Bundesrat zustimmen. Danach soll die Neuregelung am 1. November gelten.
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