Bundeswehr und Universitäten entwickeln KI-System „AtheneKI“ zur Krisenfrüherkennung im Gesundheitswesen

Das Verbundprojekt AtheneKI entwickelt KI-gestützte Verfahren zur Krisenfrüherkennung im Gesundheitssystem. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert es mit 7,4 Millionen Euro…

21. August 2026
  • Data und KI
  • Politik

Deutschland verfügt bislang über keine digitale Infrastruktur für zeitnahe Informationen zur Gesundheitslage im Land. Das Verbundprojekt AtheneKI soll diese Lücke schließen. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen entwickeln gemeinsam mit Partnern in Hamburg und München datenwissenschaftliche Grundlagen und KI-Methoden zur Krisenfrüherkennung im Gesundheitssystem.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das dreijährige Vorhaben mit rund 7,4 Millionen Euro. Davon fließen etwa 2,4 Millionen Euro an das Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (IKIM) der Universität Duisburg-Essen. Koordiniert wird der Verbund von der Sanitätsakademie der Bundeswehr.

AtheneKI soll Informationen über Krankenhäuser, Apotheken sowie Abwasser- und Wetterdaten bündeln, vereinheitlichen und mittels KI auf Trends und ungewöhnliche Veränderungen prüfen. Ziel ist es, Krisenszenarien zu simulieren und Entscheidungsträger aus Fachpraxis, Politik, Krankenhäusern und Gesundheitsämtern frühzeitig zu informieren.

Prof. Folker Meyer, Inhaber des Lehrstuhls für Medizininformatik mit Schwerpunkt Medical Data Science am IKIM, betont, dass das Fehlen von Lagedaten eine Bedrohung in sich sei. Das Projekt ziele ausdrücklich nicht auf Personendaten, sondern auf strukturelle Versorgungsdaten. Aufwändige Berichtspflichten sollen dabei nicht entstehen. Das Projekt unterstützt zudem die zivil-militärische Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich.

Quelle:
biermann-medizin.de

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