BVOU fordert Stopp des GKV-Budgetdeckels für ambulante Operationen

Wer ambulante OPs budgetiert und stationäre Behandlungen unkontrolliert lässt, spart nichts, sondern verschiebt Kosten ins Vielfache, warnt BVOU-Geschäftsführer Dr. Jörg Ansorg…

13. August 2026
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Ambulante Operationen zu budgetieren, während der stationäre Sektor ungedeckelt bleibt, treibt die Gesamtkosten im Gesundheitssystem in die Höhe. Das zeigt eine gesundheitsökonomische Modellrechnung des Ambulanten OP-Zentrums Rostock, erarbeitet von Dr. Christoph Piontke, Dr. Heike Suhren und Claudia Darsow, auf die sich BVOU-Geschäftsführer Dr. Jörg Ansorg stützt.

Eine ambulante Meniskusoperation kostet die Kasse rund 1.000 Euro. Wird sie durch ein erschöpftes Budget um vier Wochen verschoben, greift ab der siebten Woche die Krankengeldpflicht. Die daraus entstehenden Krankengeldkosten betragen das Vier- bis Sechsfache der Behandlungskosten.

Ist das ambulante Budget vollständig ausgeschöpft, bleibt nur die stationäre Versorgung. Dieselbe Operation kostet dort das Drei- bis Vierfache, also 3.000 bis 4.000 Euro. Zusammen mit dem Krankengeld für die längere Ausfallzeit übersteigen die Gesamtkosten die ursprüngliche Einsparung von 1.000 Euro deutlich.

Ansorg warnt vor einem schleichenden Rückbau der ambulanten Versorgung, denn Praxen, die unter Budgetdruck keine neuen Kapazitäten aufbauen, schließen dauerhaft. Er fordert Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann auf, das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vor Inkrafttreten zu korrigieren.

Quelle:
bvou.net

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