Charité erhält Kreditspielraum für Epic-System
Eine Gesetzesänderung ermöglicht der Charité Universitätsmedizin Berlin bis 2035 Kreditaufnahmen von bis zu 400 Millionen Euro, unter anderem zur Finanzierung des Epic-KIS. Die Verantwortung für Zins und Tilgung bleibt politisch ungeklärt…
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Das Land Berlin ändert das Universitätsmedizingesetz und erweitert damit den finanziellen Spielraum der Charité Universitätsmedizin Berlin. Bis Ende 2035 darf das Haus Kredite und Sonderfinanzierungen von bis zu 400 Millionen Euro aufnehmen. Ein Teil soll in das neue Krankenhausinformationssystem von Epic fließen. Die Investition beziffert die Klinik auf rund 200 Millionen Euro.
Hintergrund ist die angespannte Haushaltslage der Hauptstadt. Der Doppelhaushalt 2026/27 plant Ausgaben von über 45 Milliarden Euro bei Einnahmen von etwa 38 Milliarden Euro. Die Gesamtverschuldung liegt bei mehr als 60 Milliarden Euro.
Die Gesetzesnovelle knüpft die Kreditaufnahme an Bedingungen. Die Charité muss die Wirtschaftlichkeit nachweisen. Zudem soll der Schuldendienst aus den finanzierten Maßnahmen erwirtschaftet werden. Klinikchef Heyo Kroemer hält das bei einem KIS für kaum realistisch und sieht das Land in der Pflicht.
Die Opposition kritisiert das Vorgehen. Unklar bleibt, wer Zinsen und Tilgung trägt. Gleichzeitig drängt die Zeit, da die Einführung des Systems noch in diesem Jahr starten soll.
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