Charité-KI erkennt 170 Krebsarten in Sekunden
Ein KI-System der Charité kann 170 Krebsarten schnell, präzise und ohne Gewebeentnahme erkennen. Mithilfe molekularer Fingerabdrücke trifft das Modell sekundenschnell Entscheidungen mit einer Genauigkeit von bis zu 99 %. Klinische Studien sind bereits in Planung.
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Die Charité Berlin hat ein KI-gestütztes Diagnosesystem entwickelt, das über 170 Krebsarten sekundenschnell erkennt. Grundlage ist der molekulare Fingerabdruck, ein genetisches Muster, das jede Tumorart einzigartig macht. Die Analyse erfolgt ohne invasive Eingriffe über Tumorgewebe, Blut oder Liquor. Das Modell vergleicht diese Daten mit einer Datenbank aus über 8.000 Referenzmustern. Die Erkennungsgenauigkeit lag bei Hirntumoren bei 99,1 %, insgesamt bei 97,8 %. Somit kann die Methode auch bei seltenen Krebsarten sicher eingesetzt werden. Klinische Studien starten in Kooperation mit dem Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung an acht Standorten. Auch eine Anwendung im OP ist vorgesehen. Das Verfahren ersetzt keine Therapie, erleichtert aber die zielgerichtete Behandlung erheblich. Patientinnen und Patienten profitieren von schnelleren Diagnosen und einem geringeren Risiko.
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