Charité kündigt Tarifvertrag: Ab 2027 droht Finanzierungslücke von mehr als 30 Millionen Euro
Die Charité warnt, dass das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und der gekündigte Tarifvertrag Gesundheitsfachberufe ab 2027 mindestens sieben Prozent der Pflegestellen gefährden…
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Die Charité – Universitätsmedizin Berlin sieht ab 2027 mindestens sieben Prozent der Pflegearbeitsplätze in Gefahr. Auslöser ist das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das die Refinanzierung von Tarifsteigerungen auf 50 Prozent begrenzt, das Pflegebudget deckelt und die Finanzierung pflegeentlastender Maßnahmen reduziert.
Die Charité hatte den Tarifvertrag Gesundheitsfachberufe im April zum Jahresende gekündigt. Hintergrund ist das Krankenhausreformgesetz schließt Tätigkeiten außerhalb der unmittelbaren Pflege aus der Finanzierung aus. Würde der Vertrag unverändert fortgelten, entstünde ab 2027 eine Finanzierungslücke von mehr als 30 Millionen Euro allein im Pflegebereich.
Betroffen wären nicht nur Pflegekräfte. Da der Tarifvertrag auch Mittel für Ärztinnen, Ärzte und Verwaltungsbeschäftigte bereitstellt, würden Stellenkürzungen weitere Berufsgruppen treffen.
Personalvorständin Carla Eysel appelliert an ver.di, die Verhandlungen mit Anpassungsbereitschaft zu führen. Die Charité strebt eine Weiterentwicklung des Tarifvertrags an, die sowohl die Interessen der Beschäftigten als auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Leistungen, die das System ab 2027 nicht mehr finanziert, könnten nicht erhalten werden, ohne Arbeitsplätze zu gefährden.
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