Charité spart mit KI-Plattform „Clé“ 105 Arbeitstage und rollt System für alle Mitarbeitenden aus
Mit „Clé“ startet die Charité eine eigene KI-Plattform für Krankenversorgung, Forschung, Lehre und Verwaltung, die datenschutzkonform auf hauseigener Infrastruktur läuft und schrittweise für alle Mitarbeitenden geöffnet wird…
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Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat am 17. September 2026 die KI-Plattform „Clé“ gestartet. Nach eigenen Angaben ist sie die erste Universitätsmedizin in Deutschland, die eine solche Plattform mit mehreren Sprach- und Bildmodellen flächendeckend auf eigener Infrastruktur betreibt.
„Clé“ vereint eine Chat-Oberfläche, die Verarbeitung von Texten, Bildern und PDF-Dokumenten sowie eigene Wissenssammlungen. Über Programmierschnittstellen können Forschende und Fachbereiche die Modelle in eigene Anwendungen einbinden. Da die Plattform auf Charité-eigenen Servern läuft, werden keine Daten an externe Anbieter übermittelt.
In der Krankenversorgung soll „Clé“ bei klinisch-administrativen Aufgaben entlasten, etwa beim Strukturieren von Dokumenten. Die Plattform ist ausdrücklich kein Medizinprodukt und nicht für Diagnosen oder Therapieentscheidungen vorgesehen. Die fachliche Verantwortung verbleibt bei den behandelnden Fachkräften.
Ein Pilotprojekt zeigt das Einsparpotenzial: Die Umwandlung von Dokumenten in strukturierte Daten sank von durchschnittlich 30 auf zwei Minuten. Bei 1.800 Dokumenten entspricht das 105 eingesparten Arbeitstagen.
Entwickelt wurde „Clé“ von der Ascléa GmbH, einer Ausgründung von Charité und Deutschem Herzzentrum der Charité. Prof. Alexander Meyer, Initiator der Plattform, ist Mitgründer und Geschäftsführer von Ascléa. Die Charité nutzt die Plattform unentgeltlich und ist am Umsatz beteiligt. Finanzielle Leistungen der Charité an Ascléa sind vertraglich ausgeschlossen.
Als nächste Ausbaustufe sind KI-Agenten geplant, die mehrstufige Aufgaben eigenständig bearbeiten und schrittweise an Charité-Systeme angebunden werden sollen.
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