Charité-Spitze warnt vor Überlastung: Strukturreformen sollen Versorgung sichern

Die Charité betont Erfolge, mahnt aber strukturelle Reformen an und setzt 2026 stärker auf Digitalisierung und KI…

8. Dezember 2025
  • Data und KI

Die Charité blickt auf ein starkes Forschungsjahr zurück und sieht zugleich wachsende Risiken für das deutsche Gesundheitswesen. Dekan Joachim Spranger hebt die internationale Forschungsleistung hervor. Vorstandsvorsitzender Heyo K. Kroemer warnt jedoch vor einer unzureichenden Organisation des medizinischen Fortschritts. Nach seiner Einschätzung verschärfen steigende Kosten, eine alternde Bevölkerung und der Fachkräftemangel die Lage. Kroemer kritisiert die Verzögerungen der Krankenhausreform und fordert eine klare Strukturreform, um die Finanzierung dauerhaft zu sichern. Hochschulkliniken sollen künftig verstärkt komplexe Versorgungsaufgaben koordinieren. Die Charité plant, ihre Leistungsfähigkeit über Digitalisierung, Effizienzprogramme und Partnerschaften auszubauen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung Künstlicher Intelligenz, die nach Kroemer einen erheblichen Teil ärztlicher Tätigkeiten übernehmen kann. Prävention soll zudem ein zentraler Baustein der Strategie 2030 werden. Neue Kooperationen wie das Berlin Center for Gene and Cell Therapies sollen Innovationen beschleunigen.

Quelle:
aerzteblatt.de

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