Charité und Noventi ebnen Weg für E-Rezept in Kliniken
Charité und Noventi bringen das E-Rezept in die Kliniklandschaft. Mit einer KIS-unabhängigen, praxiserprobten Lösung rücken standardisierte Verordnungsprozesse erstmals greifbar nahe. Von Zytostatika bis zur Taxierung, schließt die digitalisierte Verordnungskette Lücken und schafft neue Schnittstellen.
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Noventi und die Charité Berlin haben gemeinsam eine standardisierte, KIS-unabhängige Lösung zur digitalen Verordnung von Medikamenten in Kliniken entwickelt und erfolgreich pilotiert. Die neue E-Rezept-Plattform erlaubt eine durchgängig digitale Bearbeitung, einschließlich Signatur, Taxierung und Abrechnung und das unabhängig vom eingesetzten Krankenhausinformationssystem. Damit entsteht eine technologisch neutrale Schnittstelle, die Kliniken eine flexible Integration in bestehende IT-Strukturen ermöglicht.
Zentraler Vorteil liegt in der Einbindung ambulanter Klinikprozesse. Von der Verordnung über KIM bis zur Direktzuweisung der Apotheke, inklusive Übermittlung von Chargen- und Verfalldaten. Auch komplexe Zytostatika-Rezepturen lassen sich so abbilden. Die Lösung wurde mit Unterstützung von Oracle Health und der Gematik in der Praxis erprobt.
Die Charité berichtet von deutlichen Effizienzgewinnen beim Roll-out in den Ambulanzen. Vor allem die schnelle Bereitstellung technischer Updates sowie die Integration neuer Schnittstellen hätten zur reibungslosen Umsetzung beigetragen. Aus Sicht des Krankenhausapothekers Jan Fahrenkrog-Petersen war die Nähe zu gewohnten papierbasierten Abläufen entscheidend für die Akzeptanz im klinischen Alltag.
Für die Gematik zeigt der erfolgreiche Test an der Charité exemplarisch, dass die Lösung sowohl konzeptionell als auch praktisch tragfähig ist. Sie könne damit als Grundlage für eine breite Einführung des E-Rezepts im stationären Bereich dienen. Mit der optionalen Signatursoftware bietet Noventi zudem eine Lösung, die unabhängig von der KIS-Anbindung sofort einsatzfähig ist.
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