Chefarzt warnt vor Qualitätsverlust durch Klinikreform
Die geplante Zentralisierung von Krankenhausleistungen in NRW führt zu massiver Kritik aus den Kliniken: Chefarzt PD Dr. Kai Fehske sieht nicht nur die Versorgungsqualität, sondern auch die Ausbildung der nächsten Ärztegeneration in Gefahr. Patienten drohen längere Wartezeiten, weniger spezialisierte Behandlungen und eine deutliche Verschlechterung der medizinischen Versorgung.
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Die geplante Krankenhausreform in NRW sorgt für heftige Kritik aus der Ärzteschaft. PD Dr. Kai Fehske, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am Johanniter Waldkrankenhaus in Bonn, warnt auf dem BVASK-Kongress vor einem dramatischen Qualitätsverlust in der Patientenversorgung. Die Zentralisierung von Leistungen führe dazu, dass spezialisierte Abteilungen wie die Endoprothetik künftig wegfallen und durch Grundversorgung ersetzt werden. Dies hätte zur Folge, dass Patienten für komplexe Eingriffe längere Wege und Wartezeiten in Kauf nehmen müssten, während zahlreiche Kliniken massive Umsatzeinbußen erleiden. Auch die Ausbildung junger Ärzte werde leiden, da spezialisierte Leistungen wie Arthroskopien, Sportverletzungs-Therapien oder endoprothetische Eingriffe an vielen Standorten nicht mehr durchgeführt werden könnten. Fehske kritisiert die Reform als „Schritt zurück in die Steinzeit“ und mahnt, dass Patienten letztlich die Leidtragenden seien – durch eingeschränkte Versorgung und längere Behandlungszeiten. Der Berufsverband für Arthroskopie (BVASK) fordert, dass moderne und spezialisierte Medizin weiterhin flächendeckend verfügbar bleibt…
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