Coliquio-Report 2026: Ärzte wollen kuratierte Inhalte statt Werbebotschaften
Laut coliquio Facharztreport 2026 wünschen sich über 1.300 befragte Ärzte von der Pharmaindustrie kuratierte Inhalte, transparente Evidenz und Kommunikation über etablierte Fachplattformen statt markenzentrierter Eigenangebote…
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Pharmaunternehmen, die Ärzte mit isolierten Push-Nachrichten und markenzentrierten Websites erreichen wollen, stoßen zunehmend an Grenzen. Der coliquio Facharztreport 2026 belegt auf Basis von über 1.300 befragten Ärztinnen und Ärzten, dass die Ärzteschaft kuratierte Unterstützung im Praxisalltag und keine weiteren Werbebotschaften sucht.
Als größte Hürde bei der Wissensaneignung nennen 48 Prozent das Herausfiltern relevanter Informationen, 44 Prozent die E-Mail-Flut. Für 40 Prozent ist das Einschätzen der Verlässlichkeit KI-generierter Informationen eine akute Herausforderung. 37 Prozent leiden unter Plattform-Ermüdung, 26 Prozent bemängeln fehlende Quellenobjektivität.
Bei den bevorzugten Kommunikationskanälen führen Ärztenetzwerke (55 %) und neutrale Fachportale (54 %) deutlich vor eigenen Pharmawebsites (16 %) und gesponserten Fachportalen (13 %). Webinare befürworten 48 Prozent. Generationsunterschiede sind dabei ausgeprägt, denn jüngere Ärzte unter 45 Jahren bevorzugen digitale Formate stärker, während der Außendienstbesuch vor Ort bei den über 45-Jährigen mit 48 Prozent deutlich höher bewertet wird als bei der jüngeren Gruppe mit 39 Prozent.
Bei den gewünschten Services nennen 35 Prozent wissenschaftliche Evidenz und Transparenz, darunter strukturierte One-Pager, Leitlinien-Updates und die offene Kommunikation von Studienlimitationen. 32 Prozent wünschen sich kuratierte Portale und Fortbildungen, 27 Prozent praxisnahe Tools und Workflow-Hilfen, 16 Prozent On-Demand-Support und Peer-to-Peer-Formate.
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