Coliquio-Report: 88 Prozent der Ärztinnen und Ärzte nutzen KI im Berufsalltag
Der coliquio-Report zeigt, dass 88 Prozent der Ärztinnen und Ärzte KI-Tools nutzen. Besonders Chatbots prägen Recherche, Therapieüberlegungen und die Informationssuche. Drei Nutzertypen zeigen, wie unterschiedlich KI bereits den Alltag beeinflusst…
- Data und KI
KI-Chatbots sind für viele Ärztinnen und Ärzte bereits ein fester Einstieg in Recherche und Therapieüberlegungen. Der coliquio-Report zeigt, dass 88 Prozent KI-Tools im Berufsalltag nutzen. 84 Prozent der KI-Nutzenden greifen auf Chatbots wie ChatGPT oder Gemini zurück.
Die Studie unterscheidet drei Nutzertypen. 31 Prozent gehören zu den Low Usern. Sie nutzen KI selten, setzen sie vor allem für einfache Recherche ein und vertrauen den Ergebnissen nur begrenzt. 49 Prozent zählen zu den Average Usern. Diese größte Gruppe nutzt KI regelmäßig für Recherchen zu Präparaten, Wirkstoffen und Indikationen sowie zur Unterstützung bei Therapieüberlegungen.
19 Prozent der Befragten sind Heavy User. Sie nutzen mehrere KI-Tools wöchentlich oder täglich. KI gehört bei ihnen bereits zur klinischen Routine, etwa für Therapiefindung, diagnostische Unterstützung sowie die Recherche zu Indikationen und Wirkstoffen. Auffällig ist: Diese Gruppe vertraut KI stärker, prüft aber auch häufiger die zugrunde liegenden Quellen.
Der Report zeigt damit eine klare Verschiebung in der medizinischen Informationssuche. Viele Ärztinnen und Ärzte starten ihre Recherche nicht mehr zuerst in Fachliteratur oder Datenbanken, sondern mit einer Anfrage an einen KI-Chatbot. Für Healthcare-Unternehmen wird es damit wichtiger, medizinische Inhalte klar, evidenzbasiert und praxisnah aufzubereiten.
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