Community Health Nurses als Schlüsselrolle der Vorsorge

Der Wissenschaftsrat plädiert für einen Kurswechsel hin zu mehr Prävention. Die Pflege soll dabei eigenständiger handeln, früher eingreifen und neue Verantwortung im Versorgungssystem übernehmen…

11. Februar 2026
  • Pflege

Der Wissenschaftsrat hat ein aktuelles Positionspapier zur Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung vorgelegt. Darin beschreibt das Gremium wachsende Herausforderungen durch demografische Veränderungen, chronische Erkrankungen und Umweltfaktoren. Diese Entwicklungen erhöhen den Pflegebedarf und verschärfen den bestehenden Fachkräftemangel.

Prävention versteht der Wissenschaftsrat als gemeinschaftliche Aufgabe verschiedener Gesundheitsberufe. Besonders für akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen sieht er neue Handlungsspielräume. Als Beispiel nennt das Papier die Community Health Nurse, die auf kommunaler Ebene Vorsorge- und Versorgungslücken früh erkennt und schließt. Internationale Modelle, etwa aus Finnland, dienen als Referenz.

Für die Ausbildung empfiehlt der Wissenschaftsrat eine stärkere Ausrichtung auf Gesundheitsförderung und präventionsbezogene Kommunikation. Hochschulen sollen interdisziplinäre Präventionszentren aufbauen und regionale Versorgungsstrukturen wissenschaftlich begleiten. Die Pflege erhält damit eine klarere Rolle in einer stärker gesundheitsorientierten Versorgung.

Quelle:
bibliomed-pflege.de

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