Curacon sieht regionale Planung als Schlüssel der Krankenhausreform
Zwischen 2010 und 2024 sank die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland um 10,8 Prozent, während einzelne Länder deutliche Zuwächse verzeichneten…
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Die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland ist zwischen 2010 und 2024 deutlich gesunken, regional verlief die Entwicklung jedoch sehr unterschiedlich. Nach Angaben von Curacon Research und Destatis ging die Zahl der Häuser bundesweit von 2.064 auf 1.841 zurück. Das entspricht einem Minus von 10,8 Prozent.
Die bundesweite Kennzahl verdeckt erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern. In Sachsen-Anhalt sank die Zahl der Krankenhäuser um 12 Prozent. Gleichzeitig verzeichneten Brandenburg mit 21,2 Prozent, Berlin mit 8,9 Prozent, Hamburg mit 34 Prozent und Thüringen mit 11,9 Prozent deutliche Zuwächse.
Curacon leitet daraus die Notwendigkeit einer gezielten Krankenhaus-Strukturreform ab. Der Transformationsprozess könne nicht nach einem einheitlichen Muster für ganz Deutschland erfolgen. Er müsse sich an regionalen Bedarfsstrukturen orientieren.
Regionale Krankenhausplanung wird damit als zentrales Steuerungsinstrument beschrieben. Sie soll helfen, Über- und Unterversorgung zu vermeiden und die anstehende Krankenhausreform faktenbasiert auszugestalten. Marco Sander, Leiter Ressort Krankenhaus und Reha, betont, Strukturanpassungen seien unvermeidbar. Entscheidend sei, Kapazitäten gezielt zu verschieben, statt sie nur abzubauen.
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