Das Klinikum Chemnitz setzt auf KI: Millionenförderung für personalisierte Krebstherapie

KI trifft Krebstherapie: Mit PRIME startet das Klinikum Chemnitz ein millionenschweres Projekt zur personalisierten Behandlung von Tumorpatient:innen. Ein lokal betriebener Server schützt die Daten, ein Sprachmodell liefert evidenzbasierte Therapieempfehlungen.

13. Juni 2025
  • IT
  • Medizin


Mit dem Projekt PRIME setzt das Klinikum Chemnitz ein deutliches Zeichen für die digitale Transformation in der Onkologie. Ziel ist es, mithilfe eines lokalen KI-Sprachmodells personalisierte Therapieempfehlungen für Tumorpatient:innen zu erstellen. Die Lösung basiert auf medizinischen Leitlinien sowie umfassenden Patientendaten und soll künftig über gesicherte Serverstrukturen im eigenen Haus betrieben werden – vollständig abgeschirmt vom Internet. So sollen Datenschutz, Transparenz und Nachvollziehbarkeit gewährleistet sein. Die Förderung in Höhe von rund einer Million Euro stammt aus dem Just Transition Fund der EU und des Freistaats Sachsen. PRIME ist Teil einer größeren KI-Strategie des Klinikums, das bereits Projekte in der Pathologie und bei seltenen Erkrankungen realisiert hat. Die Integration des Sprachmodells erfolgt schrittweise. Erste Ergebnisse werden bis Ende des Jahres erwartet. Die medizinische Verantwortung bleibt dabei stets bei den Ärzt:innen – die KI soll lediglich Entscheidungsprozesse unterstützen.

Quelle:

kma-online.de


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