Debeka-Studie: Mehr als die Hälfte der Deutschen stößt online auf Gesundheits-Fehlinformationen
27,3 Prozent der Deutschen suchen mindestens monatlich online nach Gesundheitsinformationen. Suchmaschinen dominieren, KI-Tools holen auf. Fehlinformationen sind weit verbreitet…
- Data und KI
Mehr als ein Viertel der Deutschen informiert sich regelmäßig im Internet über Symptome und Krankheiten. Das zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag der Debeka, für die vom 5. bis 12. Mai 2026 insgesamt 7.500 Personen befragt wurden.
Suchmaschinen wie Google sind mit 45,5 Prozent die meistgenutzte erste Anlaufstelle. Krankenversicherungs- und Gesundheitsportale folgen mit 30,5 Prozent, Arztpraxis- und Klinikwebsites mit 24,1 Prozent. KI-Assistenten wie ChatGPT nutzen bereits 16,1 Prozent der Befragten für Gesundheitsrecherchen, knapp hinter Wikipedia mit 18,2 Prozent. Debeka-Vorstandsvorsitzender Thomas Brahm erwartet, dass KI-Suchen künftig deutlich zunehmen werden.
Das Bild vom unkritischen „Cyberchonder“ bestätigen die Daten nicht vollständig. 20,2 Prozent fühlen sich nach der Online-Recherche eher verunsichert, 18,3 Prozent eher beruhigt. 25,8 Prozent erlebten gelegentlich oder häufig Angst durch mögliche Online-Diagnosen.
Die Online-Suche führt häufiger zum Arzt als von ihm weg. 15,7 Prozent vereinbarten nach einer Recherche einen Termin, nur 2,5 Prozent verschoben ihn und 2,0 Prozent sagten ab.
Problematisch bleibt die Qualität der Inhalte. Insgesamt mehr als die Hälfte der Befragten ist bereits auf Fehlinformationen gestoßen, 25,4 Prozent davon häufig. Nur 40,3 Prozent trauen sich zu, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden. Fast jeder Dritte gibt offen zu, das nicht zu können.
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