Der KI-Boom verschärft den Druck auf Netze, Rechenzentren und Klinik-IT
Der KI-Einsatz in Krankenhäusern wächst. Damit steigt auch der Bedarf an Rechenleistung, Strom und Netzkapazität. Für Kliniken wird die Abhängigkeit von externen Rechenzentren damit zu einer strategischen Frage…
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Der Ausbau von KI in Krankenhäusern hängt nicht nur von Software ab. Er hängt zunehmend davon ab, ob Rechenzentren genug Leistung, Strom und Netzkapazität bereitstellen. Genau dieser Zusammenhang wird bisher zu wenig beachtet.
Bitkom zufolge hat sich der KI-Einsatz in deutschen Krankenhäusern seit 2022 verdoppelt. Inzwischen nutzen 18 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in Kliniken KI, etwa für bildgebende Verfahren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Infrastruktur. Ariane Schenk von Bitkom sagt, die meisten Kliniken hätten weder Platz noch Personal oder Budget für eigene Rechenzentren. Dr. Gottfried Ludewig, Leiter des Public Sectors bei T-Systems und der Deutschen Telekom, fordert deshalb, Kliniken müssten ihre Datenhaltung stärker in Rechenzentren verlagern. Derzeit lägen Patientendaten in 99 Prozent der Fälle noch ausschließlich vor Ort.
Hinzu kommt der stark steigende Strombedarf von Rechenzentren. Ein Gutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums beziffert ihn für Deutschland 2024 auf 20 Terawattstunden. Bis 2030 könnten es 31 Terawattstunden sein, bis 2045 etwa 80 Terawattstunden. Als Probleme gelten vor allem langsamen Netzausbau, lange Genehmigungen und hohe Strompreise.
AWS hält dagegen, große Cloud-Rechenzentren arbeiteten effizienter als klassische Unternehmensrechenzentren. Für Kliniken bleibt damit die Kernfrage, wie sie KI ausbauen, ohne an Energie- und Infrastrukturgrenzen zu stoßen.
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