Deutscher Ärztinnenbund fordert geschlechtersensible Standards für KI in der Medizin
Der Deutsche Ärztinnenbund fordert verbindliche geschlechtersensible Standards für medizinische KI, da unausgewogene Trainingsdaten reale Risiken für die Patientensicherheit erzeugen…
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Unausgewogene Trainingsdaten, männlich dominierte Entwicklungsteams und intransparente Black-Box-Systeme erzeugen in medizinischen KI-Anwendungen einen Gender Bias, der konkrete Risiken für Diagnostik und Therapie birgt. Das stellt der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) in einer neuen Stellungnahme seiner Ausschüsse „Geschlechtersensible Medizin“ und „Ethik“ fest.
Der Verband fordert verbindliche Standards für geschlechtersensible Datenerhebung, transparente Trainingsdaten sowie den Nachweis, dass KI-Anwendungen für Frauen wirksam und sicher sind. Brigitte Strahwald, Vorsitzende des Ausschusses Geschlechtersensible Medizin, bezeichnete das Problem als Frage der Patientensicherheit, nicht als technisches Randproblem.
Gabriele du Bois, Vorsitzende des Ausschusses Ethik, betont die ärztliche Letztverantwortung. Gerade bei sensiblen medizinischen Entscheidungen brauche es Transparenz und die Fähigkeit, algorithmische Empfehlungen kritisch zu hinterfragen. Ergänzend fordert der DÄB, KI-Kompetenzen stärker in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung zu verankern, damit Ärztinnen und Ärzte Bias erkennen und Patienten kompetent aufklären können.
Richtig eingesetzt könne KI gerade in unterversorgten Regionen zu mehr Versorgungsgerechtigkeit beitragen. Voraussetzung seien Qualität, Transparenz und Geschlechtersensibilität von Beginn der Entwicklung an sowie eine gezielte Förderung von Frauen in Forschung und Entwicklung.
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