DGIM-Generalsekretär fordert neue Strategien für kleine Krankenhäuser

Prof. Dr. Georg Ertl sieht die Zukunft kleiner Krankenhäuser in ambulant-stationären Strukturen, um fachärztliche Versorgung zu sichern, Ressourcen besser zu nutzen und auf die Krankenhausreform zu reagieren…

24. April 2026
  • Ökonomie

Prof. Dr. Georg Ertl sieht die Zukunft kleiner Krankenhäuser in ambulant-stationären Versorgungsmodellen. Aus seiner Sicht können solche Strukturen helfen, ärztliche Ressourcen besser zu nutzen und Versorgungslücken zu schließen, vor allem in ländlichen Regionen.

Ertl betont, dass schwere Fälle weiterhin stationär behandelt werden müssen. Weniger schwere Fälle könnten dagegen ambulant versorgt werden. Für Krankenhäuser entstehe daraus jedoch ein Finanzierungsproblem, weil sie bislang auch auf leichtere Fälle angewiesen seien. Die Hybrid-DRGs wertet er als Schritt zur Aufweichung der Sektorengrenzen, sieht die Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung aber noch als schwierigen Prozess.

Besonders für kleine Krankenhäuser, die im Zuge der neuen Gesetzgebung bestimmte Leistungsgruppen verlieren, beschreibt Ertl eine neue Rolle. Diese Häuser könnten mit ihren Fachärztinnen und -ärzten Teile der regulären fachärztlichen Versorgung übernehmen. Zudem könnten Kliniken durch angesiedelte Praxen Betten vorhalten und sich mit geriatrischen Abteilungen weiterentwickeln.

Die Krankenhausreform bewertet Ertl in diesem Punkt grundsätzlich positiv. Die Leistungsgruppen seien aus seiner Sicht ein richtiger Weg zur Umstrukturierung. Zugleich verweist er auf politische Widerstände gegen Klinikschließungen und auf die emotionale Bindung vieler Menschen an Krankenhäuser in ihrer Nähe. Die DGIM bringt sich nach seinen Angaben mit Kommissionen, Stellungnahmen und Gesprächen mit politischen Akteuren in Reformprozesse ein.

Quelle:
medical-tribune.de

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