Die Bundesregierung bekräftigt ihre Ziele für die Hybrid-DRG: Zwei Millionen Fälle bis 2030
Das Bundesgesundheitsministerium hält am Ausbau der Hybrid-DRG fest. Bis 2030 sollen zwei Millionen Fälle ambulant erfolgen. Krankenkassen, Kliniken und Kassenärztliche Bundesvereinigung mahnen jedoch Tempo, Strukturen und Kostenfolgen kritisch an …
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Beim Krankenhausgipfel hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) das Ziel bekräftigt, bis 2030 mindestens zwei Millionen bislang vollstationär behandelte Fälle über die Hybrid-DRG zu steuern. Hintergrund ist, dass Deutschland im internationalen Vergleich noch zu viele Leistungen stationär erbringt. Mit der Hybrid-DRG sollen diese Ambulantisierungspotenziale genutzt werden.
Warken kündigte eine genaue Analyse der Auswirkungen auf die Versorgung, die Vergütung und die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung an. Ein Evaluationsbericht wird für Mitte 2026 erwartet und soll als Grundlage für eine Weiterentwicklung dienen.
Vertreter:innen aus Selbstverwaltung und Versorgung äußerten jedoch Bedenken. Stefanie Stoff-Ahnis vom GKV-Spitzenverband kritisierte das aktuelle Tempo und forderte eine Entschleunigung. Andreas Gassen von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wies auf notwendige Umstrukturierungen der Versorgungswege hin.
Auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft meldete Vorbehalte an. Vizechefin Henriette Neumeyer hob hervor, dass Vor- und Nachsorgeprozesse in den Hybrid-DRG stärker berücksichtigt werden müssten. Zudem seien bestimmte komplexe Fälle weiterhin auf eine stationäre Behandlung angewiesen, was die Kliniken mit Vorhaltekosten belaste.
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